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Letzte Update:
24. sep. 2017.



Geschichte von Bezdan von den Anfngen bis Heute

Bezdan /D-Besdan/ ist eine der grten Siedlungen in der Nordwest Batschka, an der linken Seite der Donau, in dem Dreilndereck Serbien-Ungarn-Kroatien; es liegt an der Straenabzweigung der Bundesstrae von Sombor /D-Zombor/ nach Kroatien und Bezdan Richtung Backi Breg /D-Bereg/ und weiter nach Ungarn. Die an der Donau 1974 gebaute Brcke, erleichtert den Personen - und Warenverkehr.

Die seit mehreren Jahrhunderten andauernden Migrationsbewegungen haben eine bunte Ethnische Vielfalt ergeben. Bezdan hat nach der Volkszhlung von 2002 5263 Einwohner, mehrheitlich sind davon 2983 ungarischer Nationalitt (56,68%). Die turbulente Geschichte der Region spiegelt sich auch in den wechselnden Machthabern wieder, vor und nach den Trkenkriegen bis 1918 ist der eine Teil die sterreichisch-Ungarische Monarchie auch Donaumonarchie genannt, nach dem Ersten Weltkrieg durch den Beschluss von Versailles 1918 Knigreich der Serben, Kroaten und Slowenen , ab Januar 1929 umbenannt zum Knigreich Jugoslawien, im II. Weltkrieg ab 1941 von Ungarn zurckerobert, ab 1944 Jugoslawien bis zum Zerfall der Vielvlkerstaates, danach Staatenbund Serbien und Montenegro.

Neben traditionellem Handwerk und einer reichen Landwirtschaft ist auch die Industrie (Schiffswerft, Druckerei, Mhle, Textilfabrik etc.) entstanden. Bezdan ist reich an Wldern, Ackerland, zahlreichen Kanlen und Seen. Die Donau, eine der grten Flsse Europas, trgt auch bei, dass sich reichhaltige Flora und Fauna entwickeln konnte. Es ist die Krnung, dass noch auch Thermalwasser zu verfgt steht.

Es ist durch die mehr als 5 000 Jahre alte Funde gesichert, dass diese Gebiet schon lange besiedelt war. Thraken, Avaren, Rmer bevlkerten die Region in den ersten Jahrhunderten nach Christus, um das 7-te Jahrhundert kam zu einer Einwanderungswelle von slawischen Stmmen. Es ist sehr wahrscheinlich dass diese die Erdhgelburg Bodrog gebaut haben, der leider schon am Ende des Mittelalters der Witterung und der Donau zum Opfer fiel. Diese Burg wurde von dem Ungarischen Botond Stamm um das 9-te Jahrhundert erobert. Es kam zu einer Assimilation der Slawischen Bevlkerung und mehreren Siedlungsgrndungen mit Stadt und Dorf Charakter z.B Bodrog, Hjszentlrinc- 1173, Kengy-1198, Udvard, Szls- 1255, Paka-1280, Bartyny-1290, Battyny-1305, etc. Die Reste der Burg Bartyny sind noch zu sehen in dem zu Bezdn gehrenden Wald namens Kozara.

Nach der Schlacht von Amselfeld (1389) und Mohcs(D-Mohatsch 1526) wurde durch den Trkischen Vormarsch die Ungarische Bevlkerung nach Norden vertrieben; Serben haben dieses freigewordene Gebiet besiedelt. Das Dorf namens Bezdn wurde erst 1579 in den Trkischen Steuerbchern (Defterek) erwhnt, 1598 wurde das aus 10 Husern bestehende Dorf von den in der heutigen Kreisstadt Sombor stationierten Trkischen Soldaten zerstrt, diese Gebiet wurde danach Bezdan Pussta genant.

Die Serbische Bevlkerung grndete etwa 1,5 Km entfernt ein neues Dorf namens Sterbac ( Isterbac). In der Zeit des Ungarische Befreiungskampfes (1703-1711) sind die Serben aus Strebac geflchtet, ihre Pltze wurden von Kroatischen Siedlern eingenommen. In der selben Zeit haben sich Ungarische Siedler aus den heutige Komitaten Somogy und Zala in der Bereich Bezdan Pussta niedergelassen. Zwischen 1710 und 1720 haben die Bewohner von Sterbac und Bezdan Pussta gemeinsam eine Kapelle gebaut und eingeweiht. Es ist das lteste Rmisch Katholische Bauwerk von Vojvodina das von Glubigen selbstgebaut wurde.

1742 wurde mit Hilfe von Jzsef Losonci und der Ungarischen Auenkammer Bezdn Pussta neu besiedelt aus verschiedenen ungarischen Komitaten. Diese Siedler wurden keine Knechte, sondern freie Brger und Pchter. Die Pachtgebhr wurde an die Ungarisch Knigliche Schatzkammer entrichtet.

Am 24. April 1743 wurde in Anwesenheit der rtlichen Bevlkerung und Vertretern von Schatzkammer, Kirche und Bezirk der Ortsvorstand gewhlt; es wurde die Rmisch Katholische Gemeinde und die Katholische Grundschule Bezdan gegrndet. Die Gebude (Gebetshaus, Pfarramt, Schule) waren aus Lehmziegel oder mit Lehm verputzten Rutengeflecht mit Schilfdach. Mit Hilfe von Jnos Ketschmark hat das Pfarramt angefangen die Geburten standesamtlich zu erfassen, in der Schule hat Andrs Kirly, der Lehrer, mit dem Unterricht begonnen.

Nachdem 1756 der Gebetshaus abgebrannt ist oder zusammenfiel, hat die Schatzkammer eine kleinere Kirche mit Turm aus Backstein bauen lassen. Zwischen 1750 und 1760 sind viele Gebude entstanden, wie Rathaus, Gasthaus, Fhrmanngasthaus, Zollhaus etc.

Ab 1763 bis 1768 haben sich viele Familien verschiedenster Nationalitten in dem Dorf niedergelassen; unter anderem Tschechen, Slowaken, Serben, Kroaten, Sinti und Roma, und Deutsche. Bis auf die Deutschen wurden alle schnell in den mehrheitlich Ungarische Bevlkerung integriert. 1772 wurde Bezdan von Knigin Maria-Theresia zur mezvros (Feldstadt*) erklrt und dadurch das Recht vergeben, vier groe Jahrmrkte auszutragen. In diese Zeit gab es etwa 3000 Einwohner und die neu gekrnte Feldstadt* hatte etwa 400 Wohngebude.

1794 hat ein Feuersturm die Ortsmitte vernichtet, dem 56 Gebude zu Opfer fielen, darunter Teile der Schule, das Rathaus und die Kirche; in diesem Zusammenhang wurde erstmals das Postamt erwhnt. 1806 wurde die Schule von der Schatzkammer neu gebaut. Die neue Schule war mit Schilfdach bedeckt und hatte drei Rume, einen Unterrichtraum und zwei kleine Ein-Zimmer Wohnungen.

1814, 1829 und 1832 sind in der Stadt mehrere Religise Denkmler gebaut worden, die zum Teil noch heute gut erhalten sind. Das Denkmal fr Jungfrau Maria ist in seiner Ausfhrung durch die Form und Hhe einzigartig.

1831 brach eine Choleraepidemie aus. Von etwa 800 Erkrankten sind 350 gestorben. 1834 hat Jnos Wolf aus Baja (D-Frankenstadt) eine Apotheke erffnet. 1841 die hohe Geburtenrate der letzten Jahre hat zur Folge, dass die Schule zu klein wurde; fr 510 Kinder im Schulalter ist neben der Kapelle noch eine Schule gebaut worden.

Ende XVIII. Jahrhundert wurden zwei Kalvarienberge, ein einfacherer und danach ein wertvollerer nahe der jetzigen Brcke und Schleuse an den Bajai Kanal gebaut. 1847 wurde die in Romanischem Stil gebaute, neue dreitrige Rmisch-Katholische Kirche fertig. Die Schutzheiligen sind wie auch bei den vorherigen Bauten der Heilige Simon und der Heilige Judas Thaddus. In der Kirche befinden sich heute fnf wertvolle lmalereien und fnf Glasmalereien.

Bezdan war unter den Ersten in der Batschka, der 1743 seinen Brgern einen Chirurgen in der Person von Pter Nmet gesichert hat. Der erste Arzt Ferenc Csihs hat seine Arbeit 1855 aufgenommen.

1856 ist der Franz-Josef Kanalbau beendet worden, einzigartig seinerzeit war die Schleuse die den Kanal mit der Donau verbindet. Es wurde erstmals in Europa Stahlbeton unter Wasser verwendet. In demselben Jahr wurde die alte Schule in dem Stadtzentrum abgerissen und eine neue aus Backstein mit drei Unterrichtrumen gebaut. Diese Gebude gibt es noch heute und es beherbergt eine Bankfiliale. Etwa in dieser Zeit wurde die modernste Landstrae von Batschka, Donau-Bezdan aus Klinker oder Kongoziegel gebaut, dann zwischen 1866-1870 wurde bis Sombor verlngert. 1913 ist die Makadam-Strae bis Backi Breg gebaut worden.

1858 wurde an der Donau eine Dampfschiffanlegestelle gebaut. 1864 wurde das Postamt mit Telegraphen ausgestattet. Saisonalarbeiter aus Bezdan haben in der Baranya ( Kroatien, Gespanschaft Osijek-Baranja ) den Dorf Neu-Bezdan gegrndet.

Ohne die Zustimmung der Behrden schon am Anfang der 1860-er Jahren wurde ein Katholischer Burschenverein gegrndet; der erste Vorsitzende dieses Vereins war Jzsef Szulik ein Hifsgeistlicher aus Baja (D-Frankenstadt); spter wurde er geistlicher Schriftsteller und Dichter. Der Verein hatte auch eine Bibliothek und Laienschauspielgruppe, es wurde der Kpes Ujsg(Bild Zeitung*) und Katolikus Nplap(Katholische Volksblatt*) gelesen.

1865 wurde der Brgerliche Lesezirkel gegrndet, 1869 der Mnner Gesangchor, 1870 der Casinoverein, 1873 der Volkskreis, 1879 die Freiwillige Feuerwehr, 1891 Gewerbeverein und die erste Sparkasse, 1894 der Ungarische Tischgesellschaft. 1897 Grndung von Katholische Kreis und Brgerliche Kreis, die Gesangsgruppe von Lesezirkel. 1873 der aus Pcs (D-Fnfkirchen) stammende Jnos Schmidt hat mit der Damastherstellung angefangen. In der 1873 ausgebrochenen Choleraepidemie starben etwa 400 Brger.

1875 wurde der Baja-Bezdan Kanal fertig, mit der Schleuse Sebesfok, von diesem Bauvorhaben sind auch Fotos fr die Nachwelt erhalten geblieben. 1877 wurde in dem 1848 erffneten oberen Friedhof die Heilige Anna Kapelle erffnet, 1885 die Heilige Grab Kapelle in dem 1844 erffneten Unteren Friedhof fertig. 1892 hat der erste Tierarzt Dr. Mtys Werker seine Arbeit aufgenommen.

1894 wurden zwei Kindergrten erffnet fr insgesamt 259 Kinder. 1899 ist in der Neuen Strae ein Feuer ausgebrochen. Es sind 30 Wohnhuser und 60 Nebengebuden abgebrannt.

Die Schule war am Anfang eine Kirchliche Einrichtung, mit der Zeit wurde sie von der Gemeinde bernommen bis sie dann am Ende Staatliche Einrichtung wurde. Einer der bekanntesten Lehrer und Direktor war Ferenc Molnr. Der Buchbinder Ern Schneller gab die ersten Ansichtskarten aus.

1907 entstand die erste Ziegelei, 1909 die Dampfmhle, 1911 das Elektrizittswerk, 1912 der Bahnhof und ein Brunnen, es wurden noch das neue Pfarramt und der Kalvarienberg gebaut, das ersten Telefon haben die Brger von Bezdan gekriegt. Der Sportverein von Bezdan wurde 1920 gegrndet; der grte Erfolg des Vereins war 1941, in der so genannten Rckkehrer Meisterschaft* und National Meisterschaft* geschafft am Wettkampf in der II. Klasse teilzunehmen. 1924 knnten die Brger Stummfilme und ab 1932 den ersten Tonfilm genieen. 1934 sind mehrere Wochenzeitschriften erschienen unter Anderem der Gol, BSU und 1935 der Bezdan und seine Gegend* ein Wochenblatt mit Elemr Urban als Redakteur. An dem Donauufer wurde 1938 ein Zollhaus gebaut im Volksmund Zollpalast* genannt. 1940 hat der damalige Dampfbad und jetzige Heilbad seine Arbeit aufgenommen.

1943 wurden aus Bezdan 33 jdische Brger verschleppt, 1944 sind etwa 600 bis 700 Deutsche geflchtet. In dem II. Weltkrieg sind 52 ungarische, 18 deutsche, 6 Partisanen gefallen und in den Schiffen 25, auerdem 116 identifizierte und 36 unidentifizierte Zivilisten, in den Arbeitslagern waren 400 Personen in Sombor und 83 in Gakovo (D-Graumarkt). 1944 in dem Gefecht bei Batina an der Donau sind etwa 5000 russische, jugoslawische, Deutsche und ungarische Soldaten gefallen.

Zwischen den beiden Weltkriegen haben sich Sndor Slvik Apotheker, Ern Urbn Journalist, Istvn Ruff Lehrer als herausragende Kulturarbeiter hervorgetan. 1945 wurden 109 Familien aus Dalmatien, Kordun, Lika, Hercegovina insgesamt 605 Personen, in den von deutschen verlassene Huser angesiedelt.

Mit der Begrndung die Pflicht Abgabe nicht abgefhrt zu haben wurden Zwischen 1947 und 1949 die Landwirte enteignet, es wurde Druck ausgebt diese in eine landwirtschaftliche Genossenschaft zu drngen.

1947 wurde der ungarische Kulturverein gegrndet. Herausragende Persnlichkeiten dieses Vereins sind Anna Pfaff und ihr Sohn Dr. Mihly Pfaff; beide haben als Schauspieler und auch als Regisseure Besonderes geleistet. Unter vielen anderen ist noch Jzsef Nagy zu erwhnen. Die nach den II. Weltkrieg gebaute genossenschaftliche Bhne brannte 1968 ab, 1979 wurde ein neues Theater mit 280 Sitzpltzen gebaut. Die Fernsehzeitalter hielt 1959 seinen Einzug.

Der Bau an der Schleuse am Donau-Tei-Donau Kanal wurde 1963 fertig. 1974 ist auch die Donaubrcke Most 51. Divizije (Brcke der 51. Division*) fertig geworden, 1980 wurden fast alle Straen im Dorf asphaltiert, 1981 wurde eine Therapieabteilung im Heilbad erffnet, in dem selben Jahr ist das Gedenkmuseum der Schlacht im II. Weltkrieg am Donau entstanden. 1990 ist eine Leichenschauhalle, 1993 die Getreidesilos der landwirtschaftlichen Genossenschaft, 1995 der Gasthof Kendjija gebaut worden.

Bcher ber Bezdan mittlerweile der 15. Band, sind seit 1990 zu haben.
Seit dem Zerfall der jugoslawischen Fderation hat sich die nationale Zusammensetzung von Bezdan stark gendert, ab der Anfang 1990-en Jahre haben sich viele Flchtlinge hauptschlich serbischer Nationalitt niedergelassen, aus allen vom Brgerkrieg betroffenem Gebieten. In der selben Zeit haben etwa 300 bis 350 Personen meist ungarischer Nationalitt dem Dorf den Rcken gekehrt, meist aus wirtschaftlichen Grnden.

Was man in Bezdan unbedingt anschauen sollte:

die Ruinen von Burg Bortn
die Kapelle
das Zollhaus und Rathaus
die Kirche Heilige Simon und Heilige Judas Thaddus
die Schleuse Franc Josef
die 51. Division Donaubrcke
das Gedenkmuseum von Schlacht in Batina
die Damastweberei Dunav-Novitet

Quellen:

Dr. Balla Ferenc:
1984 Hronika Bezdana do 1944. godine. Bezdan
1993 Bezdn trtnete a kezdetektl 1914-ig. Bezdn
1994 A bezdni Szenthromsg fogadalmi kpolna. Bezdn
2001 Bezdn trtnete az I. Vilghbor kezdettl 1944. oktber 25-ig. Ttfalu: Logosz
Dr. Balla Ferenc, dr Balla Istvn: Bezdn trtnete a jugoszlv katonai kzigazgats bevezetstl a termel parasztszvetkezetek felbomlsig ( 1944-1953 ). Ttfalu: Logosz

Bezdn mveldsi krnikja ( nyomdban van ).


Frei bersetzt von Fredy /AW/ in liebe Erinnerung auf Deutschlehrerin Maria Palicsko.
Mit * gekennzeichnete Wrter wegen leichterem Verstndnis sinngem bersetzt


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